29.08.2019
Andreas Michalski ist Founder und CEO von CI HUB GmbH, Frankfurt.
 
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Brand Management Systeme morgen.

Brake the Silos: Nachdem Silos schon lange nicht mehr in moderne Unternehmensorganisationen passen, geht es nun auch dem Chaos der technischen Systemen in den Marken-/Marketing- und Kommunikations- abteilungen und bei relevanten Dienstleistern an den Kragen.
 

Günther Misof, The Business of Brand Management, sprach darüber im August 2019 mit Andreas Michalski, Gründer und CEO von CI HUB. 

Andreas Michalski, 1965 in Frankfurt geboren,  ist einer der Initiatoren des Web2Print-Marktes. Mit seinem Unternehmen iBrams hat er bereits 2003 die Möglichkeiten erkannt, die der Adobe InDesign-Server für die webbasierte, CI-konforme Bearbeitung bietet. iBrams kam weltweit in großen Konzernen zum Einsatz. Das 40-köpfige iBrams-Team war einer der Innovationstreiber für das regelbasierte Bearbeiten von Marketing-/Kommunikationsmaterialien. Nach dem Verkauf des Unternehmens an einen französischen DAM-Hersteller, war die Gründung von CI HUB der konsequente Schritt, um „Marketing Automation“ auf einen zeitgemäßen Entwicklungsstand zu bringen.


Günther Misof: Andreas, wie wir beide aus eigenen Erfahrungen bei einem DAX-Konzern wissen, ist es noch nicht lange her, dass Unternehmen zum Beispiel 17 Bilddatenbanken auf eine neue Datenbank konsolidieren mussten, um überhaupt mit dem neu angeschafften Brand Management System arbeiten zu können. Ein Unterfangen, das heute kein Unternehmen mehr mitmachen würde. Im Zeitalter von (fast) hierarchielosen, insbesondere Team- und Kooperations- orientierten Organisationen ein undenkbarer Ansatz. Insofern interessiert mich sehr, mit welcher neuen Produktphilosophie Du jetzt unterwegs bist und um was es dabei genau geht.

Andreas Michalski: Ja, in der Tat verfolge ich einen komplett anderen Ansatz als bislang. Nach dem Verkauf von iBrams, dachte ich zuerst, dass ich die Zukunft etwas ruhiger angehen sollte. Aber irgendwie bekomme ich das nicht hin. Das Thema Marketing Automatisierung und Brand Management lässt mich einfach nicht los. Also habe ich mich mit einem Teil der iBrams-Mannschaft hingesetzt und überlegt, wie man dieses Thema - technologisch den aktuellen Anforderungen gemäß – lösen könnte. Die neue Unternehmung dazu heißt CI HUB - Content Integration Hub -  und wir sind sehr erfolgsversprechend gestartet. Unser Ziel ist, Corporate Content, also Bilder, Texte, Produktinformationen, Filme, Metadaten und Corporate Identity-Informationen auf einfachste Weise dort verfügbar zu machen, wo der Anwender sie benötigt. Das heißt, in den Programmen von Adobe, Microsoft, Google und anderen, die ohnehin benutzt werden. 

Übrigens gehen wir mit einem öffentlichen Beta-Test an den Start, damit jeder Interessierte die Idee kennenlernen kann. Man muss sich lediglich unter www.ci-hub.com anmelden. Jedes Feedback, das wir erhalten, hilft die Lösung zu optimieren. Qualifiziertes Feedback honorieren wir mit einer kostenfreien Lizenz für 12 Monate.

Was bedeutet das denn genau? 

Nun, die Erfahrungen der letzten 15 Jahre zeigen, dass die Idee „Brake the Silos“ nicht banal und ganz einfach umzusetzen ist.  Ganz wenige Unternehmen haben es bisher geschafft, ihre Silos in Frage zu stellen und die Systeme für ihre Corporate Assets (Bilder/Texte/Templates/ Filme/Produkt-informationen/Kundendaten etc.) in ein System zu integrieren, das dann allen Anwendern zur Verfügung steht. Und wenn es einmal klappt, steht mit der nächsten Fusion, der nächsten Unternehmensübernahme wieder alles in Frage. Und für Dienstleister gibt es bis heute überhaupt keine einheitliche Lösung. Die müssen weiterhin auf unterschiedliche Systeme zugreifen und dort nach den richtigen Informationen und Inhalten suchen. Gerade Agenturen würden einen großen Nutzen haben, wenn sie zentral auf Assets zugreifen könnten, da die Opportunitätskosten, dazu zählt vor allem der Aufwand für die Suche nach den benötigten Inhalten, sowie die Investition in eigene Ablagesysteme immens hoch sind. Hier setzten wir an und geben einen großen Werthebel mit unserer Lösung. 

Mit CI HUB verfolgen wir einen völlig neuen Weg als der Anbieter-Markt bislang. Die CI HUB-Plattform verbindet sich mit den verschiedenen Systemen, den Datensilos, und stellt deren Inhalte den jeweiligen Programmen zur Verfügung, die von den Mitarbeitern und Agenturen verwendet werden. Egal, ob Adobe InDesign, Illustrator, Microsoft PowerPoint, Googels GSuite oder Slack verwendet wird oder die Daten aus dem Corporate DAM,  PIM-System, aus der Cloud wie z.B. Dropbox oder Bilder aus Adobe Stock oder Getty Images benutzt werden. Auf alle Assets und Inhalte kann über nur ein Plug-In zugegriffen werden. „All your assets at a fingertip“ (abgeleitet von Bill Gates) war unsere Zielsetzung.

Aber was sind die Vorteile für das Brand Management? 

Wesentlich mehr als man auf den ersten Blick zu glauben vermag. Die meisten Fehler oder Aufwände entstehen noch immer, weil Informationen fehlen, weil es „Übertragungsfehler“ gibt oder die richtigen bzw. aktuellsten Assets nicht genutzt werden. In über 80% der Fälle ist dies darauf zurückzuführen, weil es einfacher ist, Dinge falsch als richtig zu machen. Wenn alles an einer Stelle verfügbar ist, kann nicht viel falsch gemacht werden. Ein entscheidender Beitrag für das  Brand Management. 

Wie du weißt, haben wir in der Vergangenheit viele Brand Portale gebaut und dachten, dass zentrale Plattformen den Anwendern eine große Hilfe sind. Aber eigentlich haben wir nur zu einem weiteren Silo verholfen. Unser CI HUB verfolgt einen anderen, einfacheren Weg. Unsere API ist einfach zu integrieren - selbst in komplexen Umgebungen von großen Konzernen - und ermöglicht, dass viele Nutzer erreicht werden. Zudem nehmen wir Systemherstellern nichts weg. Vielmehr ergänzen wir vorhandenen Systeme und Programme und machen es für alle einfacher. Für den Anwender, für die Systemhersteller und für die Unternehmen. Also eine klassische win-, win-, win-Situation. 

Inwiefern ist das speziell für Konzerne interessant? 

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass eine Lösung für Konzerne niemals nur in Produkten wie z.B. dem iBrams-System liegen kann. Mit iBrams haben wir damals selbst Brand Management System für namhafte Konzerne realisiert. Wann immer ein Nutzer es eingesetzt hat, war sichergestellt, dass das jeweilige Kommunikationsmittel CD-konform war. Realität ist aber, dass Unternehmen unzählige verschiedene Anwendungen mit den unterschiedlichsten Facetten und Anforderungen haben, die ein System nicht bewältigen kann. Somit hatten wir im Grunde nur ein Problem gelöst und alle weitere sind unberücksichtigt geblieben. Für ein globales Corporate Identity-konformes Brand Management war dies keine wirkliche Lösung. 

Unser heutiger Ansatz ist es, Plug-Ins (oder besser Add-Ins) zu liefern, die Bestandteil jeder Anwendung werden. Damit ist sichergestellt, das den Anwendern alle notwendigen  Programme zum Brand Management zur Verfügung stehen und eine globale Brand Management-Systemlösung gewährleistet ist. Die Tatsache, dass sich mittlerweile fast alle Programme dem Thema API-Anbindung öffnen, macht es uns einfach, unser Ziel zu erreichen.

Das klingt gut, ist  aber wahrscheinlich auch sehr teuer.

Ganz im Gegenteil. Unser CI HUB-Panel kostet 8 Euro per User und Monat. Das sind so geringe Kosten, dass es für jeden Anwender, ob Brand Manager oder Designer, Sinn macht, unser Angebot anzunehmen. Selbstverständlich gibt es auch noch spezielle  Unternehmenspreise und Volumenrabatte. Darüber hinaus erhalten unsere Partner Revenue Shares.

Mit welchen Adaptern werdet Ihr beginnen?

Ich kann noch nicht alle Hersteller nennen, aber kommunizieren kann ich Dropbox, Getty Images und Adobe Stock, das DAM von Pixelboxx, Picturepark in der Schweiz, Dalim, das PIM-System von MyView und einige weitere. Wir gehen davon aus, dass wir in 2019 eine gute Mischung aus DAM-, PIM Cloud- und Stock-Anbietern haben und in 2020 sehr schnell in die Breite gehen. Wir sind total happy, dass die Nachfrage schon im ersten Jahr so hoch ist und unser Angebot so gut angenommen wird.

Aber warum haben die DAM-/MAM-/PIM-Hersteller ein so großes Interesse? Wollen die nicht lieber eigene Plug-Ins anbieten?

Das ist einfach zu beantworten. Nehmen wir die Automobilbranche als Beispiel. Wie viele Autos haben eine Batterie oder einen Scheinwerfer? Und wie viele Automobilhersteller bauen ihre eigenen Lampen oder Batterien? 

Wir sehen eine ähnliche Situation in der Software-Branche. Es macht überhaupt keinen Sinn für Hersteller Plug-Ins selbst zu entwickeln, sie zu warten und zu supporten. Wir liefern einen stetig steigenden Funktionsumfang zu einem sehr attraktiven Preis. Wir investieren massiv in F&E und können einen Teilaufwand auf viele Hersteller aufteilen. So macht das Sinn für alle.

Außerdem ist unser USP für den Kunden, dass wir unterschiedliche Systeme gleichzeitig zur Verfügung stellen. Das kann ein Hersteller gar nicht leisten. Aber für den Kunden ist das ein entscheidender Punkt.

Wie sieht der Terminplan ganz konkret aus?

Einer unserer Partner hat bereits die erste Version für Kunden erhalten. Ende August starten wir die Beta-Test-Phase und freuen uns schon sehr auf Feedback. Und zur Adobe MAX in Los Angeles Anfang November wird die erste Version einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Und was ist Euer langfristiges Ziel?

Wir haben einen dreistufigen Plan. In der ersten Phase geht es uns darum, alle Inhalte der Daten-Silos den Anwendern so einfach wie möglich zur Verfügung zu stellen. In der zweiten Phase bieten wir dem Benutzer „Robots“ an, die wiederkehrende Arbeiten automatisieren und damit die Arbeit sehr vereinfachen. Darüber hinaus lernen wir, wie wir Corporate Identity-Regeln so anwenden können, dass sie helfen, in den Anwendungen das CD automatisch richtig umzusetzen. Und in der dritten Phase nutzen wie AI, um ganze Designvorschläge einem Benutzer präsentieren zu können. Er kann dann Context-bezogen aus mehreren CD-konformen Vorschlägen auswählen und spart so erheblich Zeit. Die Einhaltung von Regeln wird so auf ganz einfache Weise sichergestellt. 

Wir arbeiten schon heute an Phase zwei und drei, gehen aber davon aus, dass wir 3 Jahre benötigen, um alles umzusetzen. Unsere Kunden erhalten stetig Updates und werden laufend über alle Innovationen, die der Markt benötigt, unterrichtet.

Ich danke Dir sehr für das Gespräch, Andreas!
 

Kontakt: ami(at)ci-hub.com, Linkedin: https://www.linkedin.com/in/andreasmichalski/, www.ci-hub.com